Sinopsis
Das Podcast Logbuch
Episodios
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Podlog #066 2017-03-07
07/03/2017 Duración: 15min7. März 2017, die 66. Folge. Heute nur eine Kurze Nachtragsnotiz zu einem Kommentar von Günter auf die 63. Folge, genauer zur Frage nach dem Verhältnis von Denken, Sprechen und Schreiben. Wirklich nur eine winzige Notiz, aber immerhin: ich denke, so einfach ist das Verhältnis von Sprechen und Schreiben nicht, das Sprechen -- laut oder im Stillen zu sich selbst -- ist nicht einfach eine Vorstufe auf dem Weg zum Schreiben, Schreiben setzt auch nicht immer ein Sprechen voraus... Man kann und muss heute über Schreiben, besonders über Bücher anders nachdenken, und so auch über Sprechen. Was wäre ein Denken, das Sprechen und Schreiben als wechselseitig vermittelt betrachtet? Wie sähe ein solches Sprechen und ein solches Schreiben aus?
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Podlog #065 2017-03-06
06/03/2017 Duración: 51min6. März 2017, die 65. Folge. Heute gab es einen Nachtrag zu der Frage nach schriftlichen und mündlichen Texten von gestern, der Frage wozu man Bücher schreibt, und welche... Warum wird über diese Form so verhältnismässig wenig nachgedacht? Warum schreibt man heute noch und noch und noch Bücher dieser Art? Ist diese Form überhaupt dem Denken noch angemessen? Dienen nicht Bücher strukturell der Verhinderung von Transparenz des Denkens? Wird darin nicht das Denken verborgen, statt es zu zeigen, zur Darstellung zu bringen, sich selbst vor sich selbst erklären? Und wie sähe das heute unter Bedingungen des Medienwandels aus? Ich habe darauf noch immer keine Antwort (ja, auch heute nicht), aber die Frage und das Problem ärgert mich offensichtlich.
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Podlog #064 2017-03-05
06/03/2017 Duración: 33min5. März 2017, die 64. Folge. Ich komme heute nicht dazu, weiterzulesen; stattdessen kreist das Denken mal wieder um sich selbst und die Vermittlungsform des Podlog. Konkret (oder eigentlich eher abstrakt) stelle ich mir die Frage, wie ich Struktur und Strenge in ein sprechendes Denken bringen kann, das in der Auswahl seiner Gegenstände und Anlässe bisweilen vor allem für mich vollkommen beliebig und zufällig scheint. Einen konkreten Gegenstand muss ich erst noch finden, zum jetzigen Zeitpunkt sehr unsicher, wie ich weiter mache...
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Podlog #063 2017-03-04
04/03/2017 Duración: 41min4. März 2017, die 63. Folge. Ich habe heute Bücher gekauft, drei Bücher von Marcus Steinweg (Behauptungsphilosophie, Inkonsistenzen, und Splitter), und denke einmal mehr über Bücher nach, über die Frage, warum man heute und wozu ein Buch schreibt, oder wo Bücher heute anachronistisch werden. Ausserdem geht es ums Sprechen, Schreiben, Denken, um Theorieformen und ihre Materialitäten... aber nur am Rande. Und um Akrobatik. Quelle: Steinweg, Marcus. Inkonsistenzen. Erste Auflage. Fröhliche Wissenschaft 68. Berlin: Matthes & Seitz, 2015. Weitere Bücher: Steinweg, Marcus. Behauptungsphilosophie. Internationaler Merve-Diskurs 287. Berlin: Merve-Verl, 2006. Steinweg, Marcus. Splitter. Erste Auflage. Fröhliche Wissenschaft 103. Berlin: Matthes & Seitz Berlin, 2017.
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Podlog #062 2017-03-03
04/03/2017 Duración: 46min3. März 2017, die 62. Folge. Ich notiere ein paar Gedanken zum heutigen Schreiberlebnis beim Arbeiten an meiner Dissertation und im Anschluss an die Überlegungen von gestern. Anschliessend lese ich "Miamification" weiter, den Eintrag vom Montag den 26. September, mehr der Vollständigkeit halber, und den kurzen, müden Eintrag vom 27. September, weil dazu habe ich einige, auch müde Gedanken! Ich muss sagen, diese Art ein Buch zu lesen, macht mir einige Freude und ist zumindest zur Zeit eine sehr gute Aneignungsform, um darüber nachzudenken. Vielleicht und auch gerade weil ich nicht darüber schreibe, sondern sprechen kann. Aber dazu vielleicht an einem anderen Tag. Quelle: Avanessian, Armen. Miamification. Berlin: Merve Verlag, 2017.
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Podlog #061 2017-03-02
03/03/2017 Duración: 33min2. März 2017, die 61. Folge. Heute notiere ich ein paar Gedanken zu heutigen Schwierigkeiten eine Dissertation zu schreiben; Dissertationen - die Steuererklärung unter den akadmischen Textgattungen... Wie heute noch Dissertationen schreiben? Was für eine Art von Text kann das noch sein? Wie darüber nachdenken? Und welche Bedeutung hat mein Podlog konkret für das Schreiben meiner Dissertation? Alles Fragen, die ich nicht heute beantworte sondern vor allem notiere, um sie weiterverfolgen zu können.
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Podlog #060 2017-03-01
02/03/2017 Duración: 26min1. März 2017, die 60. Folge. Ich habe heute über das Lachen in der gestrigen Folge nachgedacht... Warum hab ich es eigentlich überhaupt drin gelassen, bzw. drangehangen? Und was sagt mir ein mich selbst ansteckendes Lachen über mein selbstgesprächiges Denken? Ich erwähne Luhmann, Cioran, Derrida und Bataille. Aber nur so am Rande... Es geht vor allem um Lachen als Fast-Gedächtnisverlust...
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Podlog #059 2017-02-28
01/03/2017 Duración: 01h05min28. Februar 2017, die 59. Folge. Ich denke heute über Namen als Hyperlinks zwischen Texten nach, stelle mir die Frage nach den Möglichkeiten Podlogfolgen untereinander zu verlinken, verfolge die These, dass Bücherschreiben wie Brustschwimmen nur ein halbherziger Abschied vom Land (academia) ist nicht weiter; lese den Eintrag vom Sonntag den 25. September aus Miamification weiter und mache mir im Anschluss daran einige Gedanken zu com-putare als Konstellatorik, Sinnüberschuss, Kants Ding an Sich 2.0. Die Aufnahme enthält heute das erste Mal ein Outtake... weil mein erster Aufnahmeversuch ein derartiger (Miss)erfolg war, dass ich ihn nicht einfach weglassen konnte...
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Podlog #058 2017-02-27
28/02/2017 Duración: 37min27. Februar 2017, die 58. Folge. Ich lese aus "Miamification" weiter, heute vom 24. September und notiere ein paar (sehr müde und spärliche, eigentlich zerstreute, weil in Gedanken wo völlig anderes...) Überlegungen im Anschluss. Was meint nun diese eigentümliche Zeitlichkeit der Phänomene im Falle der Unterscheidung gegenwärtiger Zukünfte und zukünftiger Gegenwarten? Was die Fixierung der Medien heute (!) auf drohende Zukünfte statt vergangene Geschehnisse? Und was kann man eigentlich durchschauen, wenn das Phänomen Trump dann doch nur in den Narrativen gekauft wird?
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Podlog #057 2017-02-26
26/02/2017 Duración: 32min26. Februar 2017, die 57. Folge. Ich komme schon wieder nicht zu Miaimification, weil ich Nachträge und Gedanken zu einer sehr aufrüttelnden Diskussion notieren muss, die ich in den vergangenen zwei Tagen geführt habe. Konkret geht es um das Problem von Gesprächen, die an ihrem Ende ihre eigene Voraussetzung vernichten, und so implodiert schwarze Löcher, Abgründe aufreissen, in die alle vergangenen, wie alle zukünftigen und allen voran das gegenwärtige Gespräche in ihren Voraussetzungen mit hinabgerissen zu werden drohen. Was sind die Voraussetzungen für Streitgespräche, Diskussionen, Debatten, Gespräche gemeinsamen, freundschaftlichen Denkens miteinander? Und was wäre die ultimative Vernichtung solcher Gespräche? Ein Blick in den Abyss aus gegebenem Anlass.
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Podlog #056 2017-02-25
25/02/2017 Duración: 07min25. Februar 2017, die 56. Folge. Heute erwartete ich Besuch und habe kurz vorher ein paar schwimmende Gedanken zum Fehlen einer Philosophie des Schwimmens (Avanessian in "Miamification") um einen Hinweis auf die Philosophie des Schiffbruchs (mit Zuschauer) (Blumenberg) ergänzt. Und ein paar Gedanken und Verweise auf Brecht, den alten Macho.
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Podlog #055 2017-02-24
25/02/2017 Duración: 26min24. Februar 2017, die 55. Folge. Ich habe auf einer umständlichen Zugfahrt weiter in "Miamification gelesen". Nicht nur aber auch den Eintrag vom 23. September - und mir dazu ein paar Gedanken gemacht. Was heisst es, Phänomene an ihrer eigentümlichen Zeitlichkeit zu beobachten? Sind Phänomene gar ihre eigentümliche Zeitlichkeit? Gibt es einen Unterschied zwischen einem Phänomen und seiner Zeitlichkeit? Was sieht ein spekulatives Denken, das auf diese neuartige Zeitlichkeit fokussiert? Ich habe heute vor allem Fragen.
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Podlog #054 2017-02-23
23/02/2017 Duración: 38min23. Februar 2017, die 54. Folge. Ich habe mir - etwas wahnsinnig - heute während des Karnevalstrubels in Köln das Buch "Miamification" von Armen Avanessian gekauft und reingelesen. Nach wie vor bin ich der Auffassung, dass er an ganz ähnlichen oder verwandten Fragen arbeitet, wie ich in meinem Podlog - nur dafür eben das Medium der (vielen, kleinen, schnell geschriebenen) Bücher wählt. Ich lese das erste Kapitel daraus vor ("Donnerstag 22. September: First we take Miami") und mache mir dazu ein paar Gedanken... Quelle: Avanessian, Armen. Miamification. Berlin: Merve Verlag, 2017.
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Podlog #053 2017-02-22
22/02/2017 Duración: 14min22. Februar 2017, die 53. Folge. Heute bin ich über einen Tweet von Stefan gestolpert der da lautete: "wenn wissenschaft zeichenkette #lüge irritationslos einsetzt, lebt sie im zeitalter von adorno oder im mittelalter. #NoRadioShow" Sein Verweis auf Adorno bezog sich auf den Aphorismus 65. aus Minima Moralia; der Tweet ist hochspannend, zumindest als Hinweis auf ein Problem (der Massenmedien, der Wissenschaft) - auch wenn er falsch ist. Irritationslos wird Lüge nur heute verwendet; in den Massenmedien, und selbst in der Wissenschaft. Mit fatalen Implikationen und Konsequenzen. Hier wird deutlich, dass es neuer Mittel der Ideologiekritik bedarf - nur welche, ist noch offen.
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Podlog #052 2017-02-21
21/02/2017 Duración: 21min21. Februar 2017, die 52. Folge. Ich habe begonnen "Geistige und körperliche Arbeit" von Alfred Sohn-Rethel zu lesen, eine Empfehlung von Daniela und ich bin angefixt. Nicht ohne Widerspruchsgelegenheiten aber dennoch hochspannend, weil sehr soziologisch - pragmatistisch, viele Überlegungen späterer Soziologie eigentlich marxistisch-materialistisch-dialektisch vorwegnehmend... Da werde ich weiter daran herumlesen und -denken müssen. Quelle: Sohn-Rethel, Alfred. Geistige und körperliche Arbeit. Zur Theorie der gesellschaftlichen Synthesis. 2. Aufl. edition suhrkamp 555. Frankfurt M: Suhrkamp, 1973.
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Podlog #051 2017-02-20
20/02/2017 Duración: 12min20. Februar 2017, die 51. Folge. Heute nur eine kurze Nachtragsnotiz zur 11. Folge der NoRadioShow, die wir zuvor aufgenommen hatten. Es ging um die Frage, was heute eigentlich anders ist, dass ein solches Projekt, wie der Podlog nicht als narzisstische Nabelschau verachtet wird, sondern am Ende gar als Bereicherung oder Vergrösserung der Vielfalt neutral bis positiv gewertschätzt werden kann. Aber sind das Fragen über den Podlog, oder für den Podlog? Mir scheinen hier Unterschiede zu bestehen, in der Art, wie man darüber sprechen und nachdenken kann, die ich heute aber zumindest nicht mehr in Worte gefasst habe...
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Podlog #050 2017-02-19
19/02/2017 Duración: 17min19. Februar 2017, die 50. Folge. Heute nur ein winziger Nachtrag zu gestern, weil mir wichtig ist, das noch einmal zu betonen: mein Nachdenken gestern hat mir einmal mehr und am konkreten Denken gezeigt, dass erkenntnistheoretische Fragestellungen keine Gegenstände unter anderen sind, und dass es des dialektischen Denkens bedarf, dieses aufzuzeigen.
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Podlog #049 2017-02-18
18/02/2017 Duración: 01h02min18. Februar 2017, die 49. Folge. Ich habe mich heute mit der Dialektik eines Einwandes gegen die Verurteilung Heideggers als Nazi versucht denkend auseinanderzusetzen. In diesem Denken ist mir über dabei zugleich einiges über Dialektik und dieses "Denken" klar geworden, bzw. in der Bewegung selbst nur wurde mir klar, worüber (besser: worin oder was in mir) gedacht wurde. Vielleicht eine der härtesten aber der spannendesten Notizen bisher. Vielleicht aber auch vollkommen unbrauchbarer Quatsch...
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Podlog #048 2017-02-17
17/02/2017 Duración: 47min17. Februar 2017, die 48. Folge. Ich habe heute einen Vortrag von Markus Gabriel über Heideggers Schwarze Hefte und die Frage: "Was heisst 'denken'" gehört und mir dazu ein paar Gedanken gemacht. Weniger zu: was heisst denken, sondern mehr zu was heisst Markus Gabriel, bzw. was ist es, was seine Vorträge unterhaltsam, lehrreich und zugleich so schwer erträglich ergebnislos macht... oder inwiefern Markus Gabriel ein Beispiel für sehr akademische Philosophie ist, obgleich er so unakademisch-philosophisch auftritt. Einige Formulierungen sind schärfer, als ich sie halten würde, aber so ist das, wenn man sich nicht ständig auf die Zunge beissen will. Im Kern oder Inhalt geht es mir aber um diese Fragen. Und Blumenberg lese ich auch wieder etwas kleines, weil es dazu passt und mich daran erinnert hatte... Quellen: Vortrag von Markus Gabriel: Was heißt "denken"? Heidegger 1930-39 und das Problem der Philosophie Blumenberg, Hans. “Darf Philosophie schwer sein?” In Die Verführbarkeit des Philosophen, 145–46. suhrk
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Podlog #047 2017-02-16
17/02/2017 Duración: 10min16. Februar 2017, die 47. Folge. Heute war ich zu Gast im Sendegarten und hab mich vier Stunden lang leergequatscht. Meine Notiz ist somit heute nur ein Hinweis auf einen Kommentar, den ich heute morgen für Günter geschrieben hatte. Eigentlich wollte ich darüber ja etwas ausführlicher nachdenken, aber das gelang mir heute nicht mehr. Das Thema, so scheint mir zumindest, wird mir wohl so schnell nicht weglaufen, und die Podcastfolgen gehen mir auch nicht aus...